Gestalten und Umstrukturieren mit Hilfe der GmbH & Co. KG - zehn Praxisfälle für die Gestaltungsberatung
Die GmbH & Co. KG ist eine der vielseitigsten Rechtsformen für mittelständische Unternehmen. Insbesondere bei Umstrukturierungen sowie bei der Unternehmens- und Vermögensnachfolge eröffnet sie Gestaltungsmöglichkeiten, die bei Kapitalgesellschaften so nicht oder nur eingeschränkt bestehen.
In der Beratungspraxis werden solche Gestaltungen allerdings vergleichsweise selten benötigt. Umso wichtiger ist es, geeignete Strukturideen und Lösungswege für den konkreten Mandatsfall verfügbar zu haben.
Das Seminar versteht sich deshalb als Werkzeugkasten für die Gestaltungsberatung mit der GmbH & Co. KG. Anhand von zehn praxisnahen Fallbeispielen werden typische Ausgangssituationen aufgegriffen und geeignete Strukturen und Lösungswege entwickelt.
Dabei geht es nicht nur darum, was steuerlich möglich ist, sondern vor allem darum, welche Gestaltung für die jeweilige Mandantensituation sinnvoll ist und wie sie praktisch umgesetzt werden kann. Die Beispiele reichen vom Übergang eines Einzelunternehmens in die GmbH & Co. KG über die Aufnahme weiterer Gesellschafter und die Trennung unterschiedlicher Vermögensbereiche bis zu Umstrukturierungen, Nachfolgelösungen und Immobiliengesellschaften. Dabei werden auch die wesentlichen steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie typische Gestaltungsrisiken praxisnah in die jeweiligen Falllösungen einbezogen.
A. Gestaltungspotenzial der GmbH & Co. KG
• Gestaltungsparameter und Gestaltungsspielräume
• Aktuelle steuerliche Rahmenbedingungen und Risiken
• Auslandsbezug und Wegzugsthematik bei KG-Strukturen
B. Zehn Praxisfälle zur Gestaltung mit der GmbH & Co. KG
1. Vom Einzelunternehmen in die gewerbliche GmbH & Co. KG
• Grundsätzliche Gestaltungswege
• § 24 UmwStG als zentrale Vorschrift
• Einzelrechts- oder Gesamtrechtsnachfolge?
2. Einen weiteren Gesellschafter in ein Einzelunternehmen aufnehmen
• Entstehung einer Personengesellschaft
• Anteilsverkauf (Sonderrechtsnachfolge) oder Kapitalerhöhung?
• Wertaufstockung und negative Ergänzungsbilanzen
3. Familienmitglieder am Unternehmen beteiligen
• Unentgeltliche Aufnahme auf Grundlage des § 6 Abs. 3 EStG
• Sonderbetriebsvermögen richtig einbeziehen
4. Betriebsvermögen erhalten - die gewerblich geprägte GmbH & Co. KG
• Vermeidung einer (unerwünschten) Betriebsaufgabe
• Stille Reserven im Betriebsvermögen (er)halten
• § 6 Abs. 5 EStG als Gestaltungselement bei der Vermögensübertragung
5. Unternehmensbereiche trennen und neu strukturieren (mit 2 Praxisfällen)
• Praxisfall: Ladenkette und Großhandel trennen
• Zusammenspiel von § 6 Abs. 3 und Abs. 5 EStG und § 24 UmwStG
• Praxisfall (#5b): Immobilie und Geschäftsbetrieb für die Nachfolge trennen
6. Familienvermögen neu ordnen
• Vermögenspositionen steuerneutral „auseinandersortieren“
• Kombination von § 6 Abs. 3 und Abs. 5 EStG (m. BMF-Schreiben)
• Schenkungsteuerliche Folgen
7. Eine GmbH & Co. KG aufteilen - Realteilung und Übertragung von KG-Anteilen
• Grundlagen und Gestaltungsmöglichkeiten der Realteilung (§ 16 Abs. 3 EStG)
• Gewerbliche und nicht-gewerbliche Personengesellschaften
8. Immobilienvermögen in der Familien-KG bündeln
• Private Immobilien KG - mit oder ohne GmbH als Komplementärin
• Eigentum, Stimmrechte, Erträge und Geschäftsführung unterschiedlich zuordnen
• Schenkungen „portionieren“
• Risiken: Gewerblicher Grundstückshandel und Tauschgestaltungen
9. Zwischen GmbH und KG wechseln
• Formwechsel von und zur GmbH, Rechtsträgeridentität
• Erweiterte Anwachsung als Gestaltungsalternative
• Liquidation und grunderwerbsteuerliche Auswirkungen
C. Was bei der Umsetzung zusätzlich zu beachten ist
• Gesellschaftsvertrag und Rücktrittsklauseln
• Ertragsteuerliche Sperrfristen und Ansässigkeit der Gesellschafter
• Umsatzsteuer bei Immobilienübertragungen und Vorsteuerberichtigung
• Grunderwerbsteuerliche Fallstricke
• Risikofeld: Nießbrauch an gewerblichen KG-Anteilen
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