LIVE-Online-Seminar: Fallbeispiele zur HGB-Bilanzierung von kleinen Kapitalgesellschaften
Gliederungsanforderungen, Wesentlichkeit, Bewertung
Der Jahresabschluss einer – auch kleinen – Kapitalgesellschaft ist gesetzlich verpflichtend nach den §§ 264 ff. HGB zu erstellen. Der handelsrechtliche Jahresabschluss bildet dann die Grundlage für die Ergebnisverteilung, die steuerliche Gewinnermittlung und die Offenlegung und unterliegt zudem – als wesentliche Beurteilungsgrundlage für die Kreditwürdigkeit – hohen Anforderungen seitens der Banken und anderer Kreditgeber. Über die Maßgeblichkeit (§ 5 Abs. 1 EStG) bildet er zudem auch die Grundlage für die Besteuerung.
Im Rahmen dieses Seminars werden anhand von Fallbeispielen zunächst die für alle Kaufleute einschlägigen HGB-Regelungen für den Jahresabschluss herausgearbeitet, darauf aufbauend die erhöhten Anforderungen an (kleine) Kapitalgesellschaften entwickelt, jeweils eng angelehnt an die gesetzlichen Vorschriften und ergänzt um Hinweise und Kommentierungen. In einem weiteren Schritt werden dann die in der Praxis häufig bedeutsamen Fragen der handelsrechtlichen Wesentlichkeit und die – steuerlich meist unterschätzte – Bewertungsthematik von unfertigen Erzeugnissen und Handelswaren an Fallbeispielen hergeleitet und illustriert.
A. Ab-/Eingrenzung auf kleine Kapitalgesellschaften
- Ausklammerung der für kleine Kapitalgesellschaften nicht einschlägigen Vorschriften
B. Fallbeispiele
1. Häufige Ausweis-, Ansatz- und Gliederungsfragen zu Bilanz und GuV
- Ansatzpflicht, -wahlrechte und -verbote (Gründungskosten, unfertige Leistungen u.a.)
- Rechnungslegungsanforderungen beim Einzelkaufmann
- Forderungen und Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen
- spezielle Posten (erhaltene Anzahlungen, RHB/unfert. Leistungen, Bestandsveränderung)
2. Größenklassen und deren Folgewirkungen
- Abgrenzung zum Kleingewerbetreibenden und Kleinstkaufmann
- aktuelle Größenklassenmerkmale und Folgen von Überschreitungen
- erhöhte Anforderungen an Kapitalgesellschaften
- „große Bilanzgliederung“ bei kleinen Kapitalgesellschaften, Folgen für die Offenlegung
3. Fehlerberichtigung und Wesentlichkeit
- Anpassung der Handelsbilanz an die Steuerbilanz nach Betriebsprüfung
- Änderung eines Jahresabschlusses bei nachträglichem Erkennen eines Fehlers
4. Kritische Bewertungsfragen
- Einzelbewertung, Behandlung von absehbaren Verlusten in unfertigen Leistungen
- Vorratsbewertung von unfertigen Leistungen und RHB
- Bewertung bei gefährdeter Unternehmensfortführung
- Zulässigkeit einer (Teil-)Gewinnrealisierung im Vorratsvermögen
C. Zusammenfassung


