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LIVE-Online-Seminar: Der Jahresabschluss der GmbH & Co. KG - handelsrechtliche und steuerliche Vorgaben, Eigenkapital, Gewinnermittlung, Ergebnisverwendung und beschränkter Verlustabzug (2 x 1/2 Tag)

 

Teil I: Aufstellung des Jahresabschlusses der GmbH & Co. KG

Dass der handelsrechtliche Jahresabschluss der GmbH & Co. KG, für den es mit den §§ 264a ff. HGB spezielle Vorschriften gibt, wegen der Maßgeblichkeit (§ 5 Abs. 1 EStG) Basis und Ausgangspunkt für die Besteuerung ist, bleibt in der Praxis häufig außer Betracht. Darüber hinaus enthält das 2. Buch HGB de-taillierte, durch MoPeG ergänzte und geänderte Regelungen zum Gesellschaftsrecht der KG (sog. „Regelstatut“). Beides zusammen bildet - über die Maßgeblichkeit - die Basis, auf die dann erst die Besteuerung der KG (Gewinn-/Verlustverteilung, Ergänzungs-/Sonderbilanzen, § 15a EStG etc.) aufsetzt. Wesentliches Element der Jahresabschlusserstellung ist - handels- und steuerrechtlich - die zutreffende gesetzes- und gesellschaftsvertragskonforme Darstellung und Aufgliederung des Eigenkapitals und die klare Abgrenzung zum Fremdkapital. Nur bestimmte Mehrkontenmodelle erfüllen diese Anforderungen.
Darauf aufbauend lassen sich dann schlüssig die Folgerungen für Verlustabzugsbeschränkungen (§ 15a EStG) und steuerliche Ergänzungs- und Sonderbilanzen ableiten.

Das Seminar setzt einschlägige Erfahrungen in der Jahresabschlusserstellung von GmbH & Co. KGs voraus. Der erste Teil des Seminars stellt zunächst die handels- und gesellschaftsrechtlichen Vorgaben strukturiert und praxisnah in Form eines Arbeitsbuches dar und zeigt auf, welche Auswirkungen und Ein-flüsse sich daraus auf die Steuerbilanz der GmbH & Co. KG einschl. der Sonderbilanzen ergeben.

Teil II: Gewinnermittlung und Ergebnisverteilung der GmbH & Co. KG

Aufbauend auf den erstellten Jahresabschluss der GmbH & Co. KG gilt es auch bei der Ergebnisverteilung zunächst die handels- und gesellschaftsrechtlichen Vorgaben zu beachten, erst danach greifen die ergänzenden steuerlichen Regelungen zum Jahresabschluss und außerbilanziellen Gewinnkorrekturen ein.
Als wesentliche Aspekte bei der steuerlichen Gewinnermittlung zeigen sich regelmäßig Fragen zur Verlustabzugsbeschränkung (§ 15a EStG) sowie zur Handhabung und rechnungslegungsmäßigen Abbildung von Entnahmen, gerade in Anbetracht der durch die vereinbarte Einlage limitierten Kapitalanteile der Kommanditisten. Zur Vervollständigung werden abschließend noch einige häufige Diskussionsthemen bei GmbH & Co. KGs (GF-Vergütung, Komplementär-GmbH, KöMoG, doppelstöckige Strukturen) aufgegriffen.

Der zweite Teil des Seminars umfasst damit die wesentlichen, für die Ausarbeitung der gesonderten und einheitlichen Feststellungserklärung einschlägigen Aspekte und stellt diese wiederum strukturiert und praxisnah in Form eines Arbeitsbuches dar.

 

Teil I: Aufstellung des Jahresabschlusses der GmbH & Co. KG

A. Die handelsrechtlichen Vorgaben zur GmbH & Co. KG

- Sondervorschriften §§ 264a - 264c HGB
- Spezielle Bilanz-/GuV-Ausweisvorschriften
B. Gesellschaftsrechtlichen Vorgaben für den Jahresabschluss der GmbH & Co. KG
- Grundlagen der KG (2. Buch HGB / MoPeG), das "Regelstatut" der KG
- Haftsumme, Pflichteinlage, Haftungsbegrenzung
- Feststellung des Jahresabschlusses, Anteilseinziehung, Sonderrechtsnachfolge
C. Der handelsrechtliche und steuerliche Eigenkapitalausweis bei der GmbH & Co. KG
- Handelsrechtliche Vorgaben zur Abgrenzung des Eigenkapitals vom Fremdkapital
- Die steuerlichen Mehrkontenmodelle, Eignung für die GmbH & Co. KG
- Der handelsrechtlich und steuerlich korrekte EK-Ausweis, Bildung von Rücklagen
D. Übergang von der Handelsbilanz (Gesellschafts-/Gesamthandsbilanz) zur Steuerbilanz
- Ausgangspunkt Handelsbilanz, Maßgeblichkeit (§ 5 Abs. 1 EStG)
- Steuerliche Wertabweichungen / Ergänzungsbilanzen
- Steuerliche Einbeziehung von Vermögen der Gesellschafter / Sonderbilanzen

Teil II: Gewinnermittlung und Ergebnisverteilung der GmbH & Co. KG

E. Die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustverteilung
- Gewinnverteilung, Verlustverteilung (gesetzlicher Verteilungsmaßstab nach MoPeG)
- Vom gesetzlichen Verteilungsmaßstab abweichende Gewinnverteilungen
- Behandlung der Rücklagen im Rahmen der Verlustverrechnung
F. Steuerliche Gewinnermittlung und steuerliche Abweichungen
- Bilanzielle Abweichungen zur Handelsbilanz (die den Kapitalanteil tangieren)
- Außerbilanzielle Korrekturen (ohne Auswirkung auf den Kapitalanteil)
- Sonderbilanzgewinne/-verluste und Sonderbetriebseinnahmen/-ausgaben
- Zusammenführung in der gesonderten und einheitlichen Feststellungserklärung
G. § 15a EStG - Problemfälle
- Verlustverrechnung mit dem Kapitalanteil, überschießende Außenhaftung
- Erweitertes Verlustverrechnungspotenzial durch negative Tilgungsbestimmung
- Fälle des - strittigen - § 15a Abs. 1a EStG (Einlagen bei negativem § 15a-Kapitalkonto)
H. Behandlung von Entnahmen
- Handhabung/Abbildung von Entnahmen in der Kontenstruktur im Eigen- bzw. Fremdkapital
- Zulässige/unzulässige Entnahmen, Entnahmen für Steuerzahlungen
- Auslösung des § 15a Abs. 3 EStG durch Entnahmen
I. Ergänzende steuerrelevante Aspekte
- Doppelstöckige GmbH & Co. KG / Sonder-Mitunternehmer
- Gewinnvorab vs. Geschäftsführervergütung
- Vergütung des Geschäftsführers bei der Komplementär-GmbH oder der KG?
- Komplementär-GmbH als KG-Tochter (Zuordnung der Stimmrechte / USt-Organschaft)
- Anmerkungen zu KöMoG (§1a KStG) und Thesaurierung (§ 34a EStG)

Dienstag, 02.06.2026 bis Mittwoch, 03.06.2026
09:00 - 13:00 Uhr
Online
Referenten
Personenname
Richard Hempe Dipl.-Kfm., Steuerberater, WP
Teilnahmegebühr
Die Teilnehmergebühr beinhaltet digitale Arbeitsunterlagen.
Für Mitglieder
290,00 € zzgl. 19% USt 55,10 €
insgesamt 345,10 €
Für Nichtmitglieder
435,00 € zzgl. 19% USt 82,65 €
insgesamt 517,65 €
Ansprechpartnerinnen
Sabine Dobbertin040 413447-11
Maike Müller-Wichards
Maike Müller-Wichards040 413447-10
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