LIVE-Online-Seminar: Vermeidung von ertrag- und grunderwerbsteuerlichen Fallstricken bei der Nachfolge
Bei der Planung der Unternehmens- und Vermögensnachfolge liegt das Hauptaugenmerk oftmals auf der Inanspruchnahme von Steuervergünstigungen nach dem ErbStG (z.B. Betriebsvermögensvergünstigungen, Freibeträge, Steuerfreiheit des Zugewinnausgleichs und des Familienheims). In vielen Fällen ist die Ausrichtung der Nachfolge allein nach den Vorschriften des ErbStG deutlich zu kurz gegriffen. Hierdurch bleiben steuerliche Gestaltungspotentiale in anderen Bereichen ungenutzt, während die dort vorhandenen Stolpersteine übersehen werden.
Das Seminar zeigt anhand von ausgewählten Praxisfällen zu klassischen Querschnittsthemen, wie Unternehmens- und Vermögensnachfolgen durch einen ganzheitlichen Beratungsansatz optimiert und klassische Fallstricke vermieden werden können.
Themenübersicht:
1. Umgang mit den ab 1.1.2023 deutlich erhöhten Grundbesitzwerten bei der Übertragung von Immobilien durch Schenkung oder Erbfall
2. Klassische Fallstricke bei der GrESt bei der schenkweisen Übertragung von Immobilien und Anteilen an Immobiliengesellschaften
3.Ertragsteuerliche Risiken beim Güterstandswechsel („Güterstandsschaukel“) durch Übertragung von steuerverstricktem Vermögen
4. Spannungsfeld Einlage oder Einbringung von Wirtschaftsgütern (unentgeltliche Übertragung <> Veräußerungsvorgang, Schenkungsteuer <> Versteuerung von stillen Reserven): Auf welchem (Kapital-)Konto muss der Vermögenszugang verbucht werden, um die gewünschten Rechtsfolgen zu erzielen?
5.Schenkweise Übertragung von Anteilen an einer vermögensverwaltenden Immobilien-Personengesellschaft als Anschaffungsvorgang i.S.v. § 23 EStG, wenn zum Gesellschaftsvermögen Verbindlichkeiten gehören?
6. Maßnahmen zur Verhinderung einer Betriebsaufspaltungskonstellation bei Schenkung und Erbfall (neue Gestaltungsoption „Zuwendungspflegschaft“ nach § 1811 BGB bei Minderjährigen durch die zum 1.1.2023 in Kraft getretene Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts)
7. Schenkungsteuerrisiko durch zinsloses und niedrig verzinsliches Darlehen
8. Nachfolge in der Freiberuflersozietät: neue Rechtsformalternativen durch das MoPeG / Risiko der gewerblichen Infizierung (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG)


